SMM 1. Runde: Am Sieg vorbeigeschrammt!

Belp (Ø 1895) – Kirchberg (Ø 1842) 2-2
Matthias Burkhalter (1907) – M’hamed Heniche (1956) 0-1
Christof Bühler (1941) – Hanspeter Luginbühl (1845) 1-0
Kurt Buntschu (1860) – Hanspeter Schüpbach (1784) 1-0
Siegfried Pollach (1873) – René Weber (1783) 0-1

Mit dem Unentschieden haben wir von der Papierform her eigentlich ein gutes Resultat erreicht, waren wir doch an den Brettern zwei bis vier jeweils etwa 100 ELO leichter. Aber vom Spielverlauf her können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein.
Ich konnte gegen Sigi meine Lieblingsvariante h3 und g4 gegen Königsindisch spielen. Um einen Qualitätsverlust zu vermeiden, wollte er kurzfristig seine Dame hergeben, um dann meine etwas später auch zu nehmen. Wegen eines Zwischenschachs von mir wurde daraus aber nichts und er gab sofort auf.
Hanspeter kam ganz vernünftig aus der Eröffnung heraus und stand gegen den stärksten Belper recht solid. Dann machte er einen unglücklichen Damenzug, verlor Material und gab auf.
M’hamed hat seine gute Form auch in die neue Saison hinübergerettet. Er spielte ausgezeichnet und gewann die Qualität. Etwas später verpasste er zwar den sofortigen Gewinn, brachte den Punkt mit einem tadellosen Endspiel aber doch recht problemlos ins Trockene.
Nun brauchten wir von Schübi nur noch ein Remis zum Mannschaftssieg. Sein Remisangebot in möglicherweise schon etwas besserer Stellung musste sein Gegner aus mannschaftstaktischen Gründen natürlich ablehnen. Wir wissen es alle: Wer ein Remisangebot von Schübi ablehnt, verliert meistens die Partie. Und so hätte es eigentlich auch herauskommen müssen. Aber für einmal klappte es nicht. Mit ein paar schlechten Zügen transformierte Schübi seine Gewinn- in eine Verluststellung und gab auf.

René Weber