SMM 5. Runde: Erschwerte Bedingungen in Spiez

Spiez 1 (∅ 1939) – Kirchberg (∅ 1776) 3-1

Peter Nyffeler (1946) – Henryk Zmyslowski (1796) 0-1
Rudolf  Thomann (2048) – Hanspeter Schüpbach (1760) 1-0
Stephan Bachofner (1822) – René Weber (1773) 1-0
Peter Trachsel (1752) – N.N. 1-0 ff.

Die Voraussetzungen waren nicht gut, wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls mussten wir zu dritt antreten und lagen damit schon vor Beginn der Partien mit 0-1 im Rückstand. Dies erhöhte natürlich den Druck auf die drei verbliebenen Musketiere. Diesem Druck war dann nur Henryk gewachsen. Er spielte ausgezeichnet, sein Gegner etwas schwächer. Nachdem Henryk ihm drei Bauern abgeluchst hatte, gab er in aussichtsloser Stellung auf.
Ich spielte wie ein Teilnehmer des zur Zeit stattfindenden und von mir geleiteten Anfängerkurses. Auf  stümperhafte Art verlor ich im 12. Zug eine Figur. Danach versuchte ich noch lange, ein ewiges Schach zu kreieren, was mein Gegner mit umsichtigen Zügen aber verhinderte. Als dann Schübi seine Partie aufgab, war es für mich Zeit, gleiches zu tun.
Schübi eröffnete wie meist ausgezeichnet und stand vermutlich sogar etwas besser als sein Gegner. Danach verlor er aber den Faden und liess sich überspielen, bis er die Segel raffen musste. Der im Schach unübliche Ausdruck „Segel raffen“ sei mir hier erlaubt, weil es am schönen Thunersee ja bekanntlich eine Segelschule gibt.
Nach dieser Niederlage nähert sich das Abstiegsgespenst bedrohlich und die Nackenhaare, sofern noch vorhanden, beginnen sich leicht zu kräuseln.

René Weber