SGM 3. Runde, Kirchberg 2: Gut gespielt – unglücklich verloren!

Kirchberg 2 (ø 1835) – Therwil 1 (ø 1938) 2-3

Henryk Zmyslowski (1830) – Werner Müller (1997) 1-0
René Weber (1747) – Axel Fehr (2127) 1/2
H’hamed Heniche (1945) – Marc Jud (1849) 0-1
René Tanner (1879) – Michel Gogniat (1855) 1/2
Hans Peter Schüpbach (1774) – Joachim Kellenberger (1861) 0-1

Henryk ist momentan in einer Glanzform; den sehr soliden Werner Müller konnte er ständig unter Druck setzen und die Partie mit bis zum Schluss präzisen Zügen gewinnen.
M’hamed lief es diesmal weniger gut. Er landete in einem Endspiel mit Springer und Minusbauer gegen Läufer. Für einmal dominierte der Läufer und nach einem weiteren Bauernverlust musste er aufgeben.
Schübi spielte lange Zeit gut und stand meistens immer etwas besser als sein Gegner. In beiderseitiger Zeitnot spielte dieser einen schwachen Zug, der zum Partieverlust hätte führen sollen. Schübi reagierte richtig darauf, gab das Geschenk aber sofort zurück, stand wiederum nur noch auf Remis und warf dieses mit einem weiteren Fehler auch noch weg.
Ich musste gegen den ELO-stärksten Therwiler antreten. Um den Hauptvarianten auszuweichen, spielte er einen c3-Sizilianer, obwohl er dies bis anhin noch nie gespielt hatte. Mit der Zeit landete ich in einer ungemütlichen Stellung ohne es richtig zu bemerken. Den Vormarsch seines h-Bauern bis zum Schlagen auf g7 ignorierte ich einfach, was mich die Partie hätte kosten können. Zum meinem Glück fand er aber die richtigen Züge nicht und die Partie glich sich immer mehr aus, bis er einen schwachen Zug machte und ich mit der richtigen Antwort auf  Gewinn hätte spielen können. Den richtigen Zug sah ich zwar, schätzte ihn aber als nicht besonders gut ein. Nachdem ich nun nochmals ziemlich schlecht stand, glich sich die Partie langsam aber wieder zum Remis aus. Ein erstes Angebot von mir lehnte er noch ab, aber etwas später sah er ein, dass wirklich nichts mehr zu machen war und bot selber Remis an.
René Tanner konnte wieder einmal mit Schwarz die scharfe Botwinnikvariante spielen. Sein Gegner spielte ein bekanntes Damenopfer, welches äusserst präzise Antwortzüge erfordert. René fand viele davon, aber landete dennoch in einer Verluststellung. Sein Gegner hatte sich aber derart verausgabt, dass er sich mit Remis zufrieden gab.

René Weber (im Auftrag von Schübi)