SGM 5. Runde, Kirchberg 2: Sieg verpasst

Kirchberg 2 (∅ 1848) – Basel SG 2 (∅ 1876) 2,5 – 2,5

Ramon Stucki (1954) – Günther Gross (1817 1-0
M’hamed Heniche (1923) – Pietro Gervasoni (1937) 0-1
Henryk Zmyslowski (1849) – Jürg Gerschwiler (1888) 0-1
René Weber (1749) – Daniel Jost (1927) 1/2
Hans Peter Schüpbach (1766) – Hans Frischknecht (1812) 1-0

Wiederum muss der Berichterstatter feststellen: Es wäre mehr drin gelegen!
Wie wir es von Henryk kennen, setzte er seinen Gegner rasch unter Druck und stand nach Meinung beider Spieler auf Gewinn. Dann griff er aber fehl und vergab nicht nur den Sieg sondern verlor gleich auch noch die Partie.
M’hamed zog praktisch alle seine Figuren von seinem Königsflügel ab und lud seinen Kontrahenten damit zu einem Angriff ein. Dieser nahm gerne an, zertrümmerte M’hameds Königsstellung und gewann.
Ramon wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Er drängte die Figuren seines Gegners stetig zurück und stand rasch besser. Nach einem Qualitätsgewinn führte er die Partie souverän zum Sieg.
Ich konnte in einem Sizilianer gegen die lange Rochade meines Gegners für mich überraschend seinen rochierten König eher belästigen und meine Rochade lange aufschieben. Nach einem Fehlzug von ihm stand ich klar auf Gewinn, spielte aber einen zweitklassigen Zug und stand damit „nur“ noch deutlich besser. Mit weiteren etwas unpräzisen Zügen von mir ergab sich dann eine Remis-Stellung.
Schübi spielte seriös, ebenso sein Gegner und die Stellung auf dem Brett sah remis-verdächtig aus. Als Schübi seinen bestens platzierten Turm fortzog, schüttelte ich in Gedanken meinen Kopf, nur um ihm zwei Züge später dann zum Sieg zu gratulieren. Was ich nicht gesehen hatte: Mit dem Wegziehen seines Turms machte Schübi seiner Dame den Weg frei für einen entscheidenden Angriff.

René Weber (im Auftrag von Schübi)