SMM 1. Runde: Saisonauftakt geglückt

DSSP 2 (ø 1460) – Kirchberg (ø 1810) 2-4

Jan Mohr, 17-jährig, (1701) – Reto Marti (1933) 1/2
Tamedan Begdullayev, 11-jährig, (1602) – Hanspeter Luginbühl (1831) 1/2
Vincent Navacini, 12-jährig, (1498) – Henryk Zmyslowski (1849) 1/2
Jesper Kern, 14-jährig, (1417) – Hans Peter Schüpbach (1766) 1/2
Son Nguyen, 12-jährig, (1282) – René Weber (1749) 0-1
Marc Scherer, 12-jährig (1262) – Matthew Haldimann (1732) 0-1

Die auf dem Papier einfache Aufgabe entpuppte sich als gar nicht so einfach.
Einzig meine Partie war ziemlich problemlos. Mein Gegner erwischte einen schwachen Tag. Im 18. Zug verlor er eine Figur und nach vier weiteren Zügen musste er aufgeben, weil ich ihn im nächsten Matt gesetzt hätte.
Matthew meldete auch recht rasch einen Sieg, war aber mit seiner Eröffnungsbehandlung gar nicht zufrieden. Mit Recht, wie sich in der späteren Analyse zeigte, stand er doch zeitweise nahe am Abgrund. Dann übersah sein Gegner aber ein entscheidendes Eindringen mit Turm und Dame und musste aufgeben.
Retos Partie war ebenfalls rasch beendet. Sehr schnell wurde viel Material getauscht und weil er keinen Gewinnweg sah, willigte er ins Remis ein.
Hanspeter Luginbühl ging mit 2 Türmen und einem Mehrbauern gegen die Dame seines Gegners in die Endphase, konnte diesen aber auch nicht entscheidend bedrängen, so dass ein weiteres Remis resultierte.
Henryk zeigte sich nach der Partie mit seinem Spiel ebenfalls nicht zufrieden, sah sich zudem fast nach jedem zweiten oder dritten Zug mit einem weiteren Remisangebot seines Gegners konfrontiert. Beim etwa zehnten Angebot willigte er dann schliesslich ein, weil er seine Stellung als nicht besser einschätzte.
Schübi  erklärte uns zwischendurch, wie er in seiner noch laufenden Partie mit einem Turmopfer einen Bauern gewonnen hatte. Im entstehenden Turmendspiel mit eben diesem Mehrbauern stand er zeitweilig wohl auf Gewinn, vergab diesen aber und machte Remis. Auf der Heimfahrt im Zug musste er dann nachträglich feststellen, dass sein Bauerngewinn mittels Turmopfer bei richtiger Antwort seines Gegners zu einem Figurenverlust geführt hätte, und die richtige Antwort wäre gar nicht so schwierig zu sehen gewesen.

René Weber