Kirchberg     2.5    1.5 Bümpliz
M’hamed Heniche (1966) 0.5 0.5 Peter Schmid (1779)
René Tanner (1908) 0 1 Christian Esper (2033)
Reto Marti (1911) 1 0 Claudio Sieber (1959)
Hanspeter Luginbühl (1836) 1 0 Franz Hellmüller (1475)

Endlich konnten wir wieder wie gewohnt unser Heimspiel im Seniorenzentrum durchführen. Für mich waren es wohl gerade 2 Jahre her, seit ich zuletzt dort gespielt habe.

Leider machte ich bereits im 15. Zug einen gravierenden Fehler. Minus eine Figur. So stand es früh null zu eins. Kurz später hatte Hanspeter ein Remisangebot. Er spielte weiter. Dann plötzlich verlor Claudio Sieber völlig die Nerven. Er hackte mit einem Springer in eine Bauernkette. Er hatte zuerst 2 Bauern für die Figur. Dann plötzlich fehlte Ihm ein ganzer Turm. Wüste Bilder…..Es stand eins zu eins.
Franz Hellmüller fehlte dann die Wettkampferfahrung. Er musste sich in einem gleichfarbigen Läuferendspiel mit Bauern geschlagen geben. So stand es zwei zu eins. Dies teilte ich M`hamed sofort mit. Dieser hatte zwar in einem Doppelturmendspiel einen Bauern mehr. Aber leider fast keine Zeit mehr auf der Uhr. Er nahm das Remisangebot an und sicherte somit den Mannschaftssieg.

René Tanner

Belp (Ø 1895) – Kirchberg (Ø 1842) 2-2
Matthias Burkhalter (1907) – M’hamed Heniche (1956) 0-1
Christof Bühler (1941) – Hanspeter Luginbühl (1845) 1-0
Kurt Buntschu (1860) – Hanspeter Schüpbach (1784) 1-0
Siegfried Pollach (1873) – René Weber (1783) 0-1

Mit dem Unentschieden haben wir von der Papierform her eigentlich ein gutes Resultat erreicht, waren wir doch an den Brettern zwei bis vier jeweils etwa 100 ELO leichter. Aber vom Spielverlauf her können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein.
Ich konnte gegen Sigi meine Lieblingsvariante h3 und g4 gegen Königsindisch spielen. Um einen Qualitätsverlust zu vermeiden, wollte er kurzfristig seine Dame hergeben, um dann meine etwas später auch zu nehmen. Wegen eines Zwischenschachs von mir wurde daraus aber nichts und er gab sofort auf.
Hanspeter kam ganz vernünftig aus der Eröffnung heraus und stand gegen den stärksten Belper recht solid. Dann machte er einen unglücklichen Damenzug, verlor Material und gab auf.
M’hamed hat seine gute Form auch in die neue Saison hinübergerettet. Er spielte ausgezeichnet und gewann die Qualität. Etwas später verpasste er zwar den sofortigen Gewinn, brachte den Punkt mit einem tadellosen Endspiel aber doch recht problemlos ins Trockene.
Nun brauchten wir von Schübi nur noch ein Remis zum Mannschaftssieg. Sein Remisangebot in möglicherweise schon etwas besserer Stellung musste sein Gegner aus mannschaftstaktischen Gründen natürlich ablehnen. Wir wissen es alle: Wer ein Remisangebot von Schübi ablehnt, verliert meistens die Partie. Und so hätte es eigentlich auch herauskommen müssen. Aber für einmal klappte es nicht. Mit ein paar schlechten Zügen transformierte Schübi seine Gewinn- in eine Verluststellung und gab auf.

René Weber

Kirchberg 1 Will Sprengschach 7 1
Elo Elo
Vitaly Kunin 2593 Manuel Sprenger 2155 1 0
Marco Lehmann 2349 Julian Schärer 2303 1 0
Oliver Sutter 2343 Marcel Eberle 2129 1 0
Andreas Lehmann 2257 Damian Karrer 2181 1 0
Joel Adler 2213 Patrick Kaufmann 2087 1 0
Lukas Muheim 2291 Milos Milovanovic 1992 1 0
Nicola Ramseyer 2099 Lukas Meier 2110 0 1
Sebastian Muheim 2179 Joshua Grob 2068 1 0

Zum ersten Mal spielten wir eine SGM Runde in der Aula der Sekundarschule Kirchberg und nicht wie üblich im Seniorenzentrum, da wir dort bis auf weiteres aufgrund der Corona-Situation nicht mehr spielen können. Aber auch in der Schule waren natürlich die Massnahmen strikt zu befolgen. So wurden beispielsweise die Tische viel weiter auseinander gezogen als üblich und während der gesamten Partie Schutzmasken getragen. Es ging dann im neuen Lokal auch gleich ums Ganze; und zwar im Aufstiegsspiel von der 2. in die 1. Bundesliga gegen Sprengschach Wil.

Lukas erwischte, wie eigentlich immer in den wichtigen Spielen, einen sehr guten Tag und konnte gegen seinen Gegner mit Schwarz relativ problemlos gewinnen und sicherte uns den ersten Punkt. Kurze Zeit später meldete Sebi das 2-0, nachdem er eine interessante Stellung mit Turm und zwei Läufern gegen Dame auf dem Brett hatte. Seine Figuren harmonierten aber hervorragend zusammen, so dass sein Sieg nach dieser Abwicklung auch bald im Trockenen war. Vitaly am ersten Brett bekam es mit Sprengschachs Teamcaptain Manuel Sprenger tun. Dieser spielte sehr mutig und opferte bereits früh eine Figur für zwei Bauern und erlangte eine ziemliche Bauernwalze am Königsflügel. Das sah optisch zwar ganz gut aus, reichte jedoch nicht aus, um den Materialrückstand zu kompensieren und eine Niederlage gegen Vitaly zu verhindern. Joels Partie machte zeitweise einen etwas unübersichtlichen Eindruck. Er stellte einen Bauern ein, erhielt aber dafür einiges an Gegenspiel. Er konnte die Partie am Schluss noch für sich entscheiden, wie genau aber der Verlauf am Ende war, entzog sich jedoch meiner Aufmerksamkeit. Oliver mit weiss an Brett 3 übernahm schon früh die Initiative in der Partie, so stand sein Gegner auch bald schon ein bisschen eingedrückt, wehrte sich aber noch lange sehr gut. Trotzdem konnte auch Oli den ganzen Punkt verbuchen. Mir stand mit Damian Karrer ein altbekannter gegenüber, gegen den ich wohl mindestens schon zehnmal in meiner Karriere gespielt habe. Ich fühlte mich lange wohl in einer mir relativ gut bekannten Sveshnikov-Variante. Dann lehnte ich ein Qualitätsopfer ab in der Annahme, eine bessere Alternative gefunden zu haben – leider ein Irrtum. Sofort übernahm Karrer das Zepter und hatte anschliessend sehr gute Gewinnchancen, übersah jedoch in Zeitnot noch einen letzten Trick, wonach er sofort zur Aufgabe gezwungen war. Marco und Julian Schärer lieferten sich an Brett zwei ein hochstehendes Duell mit wenig Fehlern. Je länger die Partie aber dauerte, desto mehr schien Marco die Oberhand zu gewinnen. Zwar übersah er noch, dass Schärer einen Läufer mit Schach schlagen konnte. Glücklicherweise änderte dies aber nichts an der gewonnenen Stellung von Marco, der mit seinem Sieg bereits das 7-0 verbuchte. Nicola stand nach der Eröffnung deutlich besser, machte aber einen gravierenden Fehler, wonach plötzlich sein Gegner am Drücker war. Das Endspiel mit Turm und Läufer dürfte wohl remis gewesen sein, nach ein paar weiteren ungenauen Zügen war die Partie jedoch verloren, was zum Schlussresultat von 7-1 führte.

Auch wenn das Verdikt mit 7-1 sicherlich zu hoch ausfällt, freuen wir uns sehr in der nächsten regulären Saison wieder in der 1. Bundesliga spielen zu können.

Andreas Lehmann